Sitzung: 07.05.2025 Ortsbeirat Oberwinter
Vorlage: 0194/2025
Beschluss:
Protokoll:
In der Sitzung des Ortsbeirates am 09.04.2025 hatte Ortsvorsteher Jürgen
Walbröl in einer Präsentation verschiedene Stellen im Ortsbezirk aufgezeigt, an
denen aus seiner Sicht Verkehrsprobleme bestehen. Wunsch des Ortsbeirates war
es, diese und weitere im Nachgang gesammelten Punkte gemeinsam mit einem
Vertreter der städtischen Ordnungsverwaltung zu erörtern. Hierzu begrüßt der
Vorsitzende herzlich den Sachgebietsleiter der Ordnungsverwaltung, Robert
Zimmermann, der zu den folgenden Punkten die Anregungen des Gremiums aufnimmt
und die Stellungnahme der Verwaltung darlegt.
BANDORF
Parksituation
Pulvermühle/Krummen Morgen/ Weier Ländchen:
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Thema: Verkehrsberuhigte Zone mit geringer
Straßenbreite und wenig öffentlicher Parkfläche, daher wird sehr häufig falsch
geparkt und der Verkehr behindert.
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Mögliche Abhilfe aus Sicht OBR: Markierung von
Sperrzonen an besonderen Stellen sowie mehr Kontrollen (insbesondere abends und
Wochenende)
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Stellungnahme der Verwaltung: Kontrollen werden
bereits zu unterschiedlichen Zeiten durchgeführt, auch am Wochenende und am
Abend. Es ist jedoch nicht möglich, in jedem Dienst alle Straßen im Stadtgebiet
zu kontrollieren. Mit der Festlegung als Verkehrsberuhigter Bereich und der
damit aus der Straßenverkehrsordnung folgenden Regeln schließt sich die
weitergehende Markierung von Sperrflächen aus. Den Hinweis, dass Falschparker
insbesondere im Bereich der Glascontainer sowie in der Kreuzung Krummen Morgen
/ Im Weier Ländchen für gefährliche Situationen sorgen, nimmt Robert Zimmermann
zur Kenntnis.
Parkprobleme und zu geringes Lichtraumprofil nach der Errichtung von
Einfriedungen hat in der Straße In der With zu Beschwerden der
Abfallwirtschaftsbetriebe geführt. Weil mit den neu eingesetzten Müllfahrzeugen
wiederholt eine Einfriedung beschädigt wurde, werden die Anlieger ihre
Mülltonnen künftig auf einem dafür noch auszuweisenden Sammelplatz zur Abholung
bereitstellen müssen, weil die Straße nicht mehr mit den Müllfahrzeugen
befahren werden wird.
Bei den Falschparkern im Wohngebiet, so
ergibt die Diskussion, handelt es sich vielfach um Wiederholungstäter. Robert
Zimmermann schlägt vor, im Rahmen eines Infoabends für die Anwohner diese
konkret anzusprechen und dabei eindringlich auf die Folgen des falschen
Parkverhaltens hinzuweisen. Bei unverändertem Fehlverhalten könne zudem mit
einem Feuerwehrfahrzeug eine Fahrprobe durchgeführt werden und dort, wo das
Fahrzeug nicht mehr weiterfahren kann, die Falschparker kostenpflichtig
abgeschleppt werden.
Kreisel in
Bandorf:
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Thema: Kaum ein Verkehrsteilnehmer umfährt den
Kreisel korrekt. Dies führt nach Beobachtung des Ortsbeirates zwar zu keinen
Unfällen, durchaus jedoch zu gefährlichen Situationen.
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Mögliche Abhilfe aus Sicht OBR: Auch wenn
bauliche Maßnahmen den Busverkehr stören, sollte hier nach einer Lösung gesucht
werden.
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Stellungnahme der Verwaltung: Die Talstraße
steht als qualifizierte Straße (Kreisstraße) in der Zuständigkeit des
Landesbetriebs Mobilität (LBM). Die Stadt wird hier mit den zuständigen Stellen
Kontakt aufnehmen und eindringlich auf die Erfahrungen hinweisen. Erschwert
wird eine bauliche Lösung durch die räumliche Enge und die Fahrgeometrie der
Busse und Lastwagen (Fahrbeziehung Hinterellig <=> Talstraße), weshalb
bei dem in der Vergangenheit aufgebrachten Provisorium diese Fahrzeuge immer
wieder zu einer Beschädigung der aufgeklebten Kreiselelemente und einem mittig
angebrachten Pylonen gesorgt haben.
Im Wiesengrund
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Thema: Im Bereich Im Wiesengrund 1-7 darf
aufgrund der zu geringen Straßenbreite nicht geparkt werden. Das in der
Vergangenheit vielfach praktizierte Mitbenutzen des Gehweges wird unterbunden,
obwohl es nie zu Problemen kam. Anwohner ärgern sich über die nunmehr verstärkt
durchgeführten Kontrollen und damit verbundene Bußgeldbescheide.
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Mögliche Abhilfe: Entweder könne das
Mitbenutzen des Gehweges mit entsprechender Beschilderung erlaubt werden.
Alternativ könnten die Parkplätze vor dem Haus Im Wiesengrund 1 zu
Anwohnerplätzen gewandelt oder auf der Rückseite des städtischen Grundstücks
neue Parkplätze angelegt werden.
Thomas Nuhn weist darauf hin, dass die Parktaschen – wie aktuell – durch
Anhänger oder Sperrmüll belegt werden (Anlage, Abb. 6). Manche Anlieger haben
sich auf freien Grundstücken in der Nachbarschaft einen Parkplatz gemietet.
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Stellungnahme der Verwaltung: Seitens der
Verwaltung wird keine Veranlassung gesehen, tätig zu werden, soweit nicht durch
konkrete Beschwerden auf Probleme hingewiesen werde. Parkende Fahrzeuge Im
Wiesengrund gehören vielfach auch Anwohnern aus der Talstraße. Die notwendige
Durchfahrtsbreite könne vielfach bereits dadurch sichergestellt bleiben, indem
Mülltonnen nicht unmittelbar an den Rand der Fahrbahn, sondern den Gehweg
gestellt werden (vgl. Anlage, Abb.7).
Hinterellig
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Thema: Auf der Straße wird zu schnell gefahren
und es gilt keine Tempobeschränkung. Der Gehweg ist sehr schmal und durch die
Ablagerungen aus dem Hang an vielen Stellen eingeengt. Zur
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Mögliche Abhilfe aus Sicht des OBR:
Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h, Verbreiterung des Gehweges und
Anbringung eines Zebrastreifens im Bereich der Haltestelle bzw. Höhe der
Bandorfer Treppe
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Stellungnahme der Verwaltung: Auch hier gilt
die Zuständigkeit des LBM, zumal der Straßenabschnitt zur sog. Freien Strecke
zählt (nicht zum Anbau bestimmter Straßenabschnitt außerhalb der bebauten
Ortslagen). Gleichwohl wird die Verwaltung das Gespräch mit den zuständigen
Stellen suchen, da hier angesichts der unübersichtlichen Streckenführung
(nachts, Nebel), der engen Gehwege und der Bushaltestellen am oberen Ende mit
den damit in Verbindung stehenden Straßenquerungen, um eine Begrenzung auf 50
km/h zu erreichen. Ergänzend könne argumentiert werden, dass die
Beschleunigungs- und Bremsvorgänge auf dem geneigten Streckenabschnitt zu
vermeidbarem Lärm im Ort führen.
Eine Fahrbahnverengung, ähnlich denen in Unkelbach oder Oedingen, solle
gleichfalls mit den Verantwortlichen diskutiert werden, um durch diese
Unterbrechung der Fahrbahn zu einer Geschwindigkeitsminderung zu kommen. Für
einen Zebrastreifen fehlt es an den hierzu notwendigen Anzahl von Querungen.
Talstraße
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Thema: Zwischen Am Sümpborn und Abzweig K40
wird ohne Tempobeschränkung schnell gefahren
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Mögliche Abhilfe aus Sicht OBR:
Geschwindigkeitsbeschränkung auf 50 km/h
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Stellungnahme der Verwaltung: Das Thema ist
vergleichbar mit der Situation am Hinterellig, hinzu kommen hier die Radfahrer
in Richtung Rheinradweg. Auch hier wird das Gespräch mit den Verantwortlichen
beim LBM und der Kreisverwaltung gesucht.
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Thema: obwohl innerorts nur mit Tempo 30
gefahren werden darf halten sich die Verkehrsteilnehmer nicht an die
Geschwindigkeitsbegrenzung
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Mögliche Abhilfe aus Sicht OBR: Bodenwelle vor
der Verengung im Bereich Talstraße 32
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Stellungnahme der Verwaltung: die Anbringung
einer Bodenwelle wird geprüft.
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Thema: Autos parken in die Kreuzung mit Turmweg
hinein. Obwohl die StVO vorgibt 5m vor und hinter der Einmündung nicht zu
parken.
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Mögliche Abhilfe aus Sicht OBR: Anordnung
absolutes Parkverbot
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Stellungnahme der Verwaltung: Die Anordnung
eines Parkverbotes wird geprüft.
OBERWINTER ORTSKERN
+ RHEINHÖHE
Am Friedrichsberg:
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Thema: gefährliche Überholmanöver von
Fahrrädern, die in Richtung Rhein unterwegs sind (Anlage, Abb. 1).
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Mögliche Abhilfe aus Sicht OBR: Tempo 30 (am
besten gesamte Straße) mit Kontrollen.
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Stellungnahme der Verwaltung: Die Anordnung von
Tempo 30 wird mit der für die Kreisstraße zuständigen Kreisverwaltung bzw. dem
LBM geprüft. An der Straße Am Friedrichsberg misst das städtische Messfahrzeug
bereits, eine Geschwindigkeitsmessung im nördlichen Bereich ist auf Grund der
Topographie jedoch schwierig.
Einfahrt von Hauptstraße in Richtung Friedrichsberg in Richtung Bandorf:
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Thema: Sehr unübersichtliche Verhältnisse, da
der Verkehrsspiegel sehr schlecht einzusehen ist (Anlage, Abb. 2).
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Mögliche Abhilfe aus Sicht OBR: Anordnung Tempo
30 und verbesserte Anbringung des Verkehrsspiegel
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Stellungnahme der Verwaltung: Die Befestigung
des Verkehrsspiegels und eine Verbesserung der Sicht wird geprüft.
Linksabbiegern ist zu empfehlen, sich an der Wartelinie etwas mittig zu
orientieren
Hauptstraße Richtung Süden
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Thema: die verkehrsberuhigte Zone
("Spielstraße") beginnt ca. 100 m vor dem Kopfsteinpflaster, wird
daher oft nicht wahrgenommen (Anlage, Abb. 3). Das Ende der Zone an der
Kreuzung mit Pferdeweg/Mauerstraße ist ebenfalls nur schwer zu erkennen, was
viele Fahrer der Hauptstraße an eine Vorfahrt gegenüber Fahrzeugen aus dem
Pferdeweg glauben lässt
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Mögliche Abhilfe aus Sicht OBR: offen
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Stellungnahme der Verwaltung: Der Beginn der
Zone kann allenfalls durch eine besser erkennbare Beschilderung hervorgehoben
werden. Die dort in den Boden eingelassenen Hülsen für die Sperrpfosten bei
Veranstaltungen auf dem Marktplatz verhindern die Anbringung eines Piktogramms
oder einer Bodenschwelle. Diese müssten so versetzt angebracht werden, dass sie
unweit der Pflasterung liegen würden aufzubringen.
An der Kreuzung Hauptstraße/Pferdeweg/Mauerstraße könnte die Ausfahrt aus der
Zone durch das Anbringen einer Bodenschwelle betont werden. Auch wird die Größe
und der Anbringungsort der Beschilderung geprüft. Zu bedenken ist, dass die
Hauptstraße auch mit größeren Fahrzeugen/Lkw befahren wird und das dazu
benötigte Lichtraumprofil gewahrt bleiben muss.
Am Hahnsberg:
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Thema: hier kommt es immer wieder zu
gefährlichen Begegnungen zwischen Fußgängern und Autos (Anlage, Abb. 4).
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Mögliche Abhilfe aus Sicht OBR:
"Spielstraße" mit ausgewiesenen Parkbuchten nur für Anwohner
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Stellungnahme der Verwaltung: Streng genommen
parken die Fahrzeuge unerlaubt auf der Fahrbahn und zwingen so den fließenden
Verkehr, den Gehweg als Fahrbahn zu benutzen. Dieser Fall ist seit langem
bekannt, kann aber ohne einen Straßenausbau nicht zufriedenstellend gelöst
werden.
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Thema: Keine offiziellen Stellplätze für Roller
am Bahnhof (https://www.falcogmbh.de/produkte/verkehrsleiteinrichtungen/absperrbugel-und-anlehnbugel/falcoscooter-rollerparkplatz.html)
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Mögliche Abhilfe aus Sicht OBR: Fläche pflastern
und markieren
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Stellungnahme der Verwaltung: Im Zusammenhang
mit dem Bau der Mobilitätsstation auf der Ostseite (Hauptstraße) könnte durch
Wegfall eines Parkplatzes neben der Trafostation ein Stellplatz für Roller
festgelegt werden.
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Thema: Im Bereich nach der Einmündung aus dem
Ellig ist vor dem Parkplatz bei der Einfahrt in Am Hahnsberg eine Bodenwelle
entstanden durch eine längliche Absenkung in der Straßenführung
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Mögliche Abhilfe aus Sicht OBR:
Straßenreparatur
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Stellungnahme der Verwaltung: Die Situation ist
der Verwaltung bekannt. Da hier ein Zusammenhang mit der Kanalisation
augenscheinlich ist, wurden die Stadtwerke bereits zur Beseitigung der
Absackung aufgefordert.
Im Bonnefeld
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Thema: Beim Linksabbiegen auf den Rheinhöhenweg
ist der Verkehr von dort erst sehr spät zu sehen.
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Mögliche Abhilfe aus Sicht OBR: Verkehrsspiegel
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Stellungnahme der Verwaltung: In der Diskussion
zeigt sich, dass die Problematik durch ein regelmäßig vor der Einmündung
parkendes Fahrzeug erschwert bzw. hervorgerufen wird. Im Zuge eines Ortstermins
kann die Anordnung einer Zick-Zack-Linie (StVO-Zeichen 299) geprüft werden.
Drachenfelsweg
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Thema: Beim Abbiegen auf den Ellig ist der
Verkehr von dort erst sehr spät zu sehen
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Mögliche Abhilfe aus Sicht OBR: Verkehrsspiegel
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Stellungnahme der Verwaltung: Die
vorgeschlagene Lösung ist nicht praktikabel, da auf der Hangseite von Im Ellig
die notwendige Aufstellfläche für den Verkehrsspiegel fehlt.
Im Ellig
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Thema: Fahrbahnbreite v.a. zwischen Friedhof
und Siebengebirgsweg zu eng
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Mögliche Abhilfe aus Sicht OBR: Verbreiterung
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Stellungnahme der Verwaltung: Die
vorgeschlagene Lösung ist nicht praktikabel, da auf Grund der Topographie für
die Erweiterung der Fahrbahn der Platz fehlt.
Pferdeweg
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Thema: Am Abzweig von der B9 in den Pferdeweg
kommen Verkehrsteilnehmer mit erhöhter Geschwindigkeit. Das stellt einen
Gefahrenpunkt für Fußgänger dar. Bei einer Maßnahme, wie auch immer geartet,
kann man auch die links vorhandene ortsnahe Ausfahrt des Parkplatzes
entschärfen (Anlage, Abb. 5).
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Mögliche Abhilfe aus Sicht OBR: bauliche
Maßnahmen
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Stellungnahme der Verwaltung: Im Zusammenhang
mit der Errichtung einer Querungshilfe in Höhe des Bistros kann eine Anpassung
der Beschilderung erfolgen.
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Thema: Der Parkplatz wird mittlerweile auch als
Dauerparkplatz für Wohnmobile genutzt. Desweiteren parken auch immer mehr
kleine Lkw´s dort.
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Mögliche Abhilfe aus Sicht OBR: -/-
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Stellungnahme der Verwaltung: Fahrzeuge mit
einem Gewicht von bis zu 2,8t zählen als Pkw und dürfen den so beschilderten
Parkplatz benutzen. Darüber hinaus erfolgt im Rahmen der eingangs geschilderten
Verkehrsüberwachung eine Ahndung.
ROLANDSECK
Leinpfad/Rheinradweg
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Thema: gefährliche S-Kurve zwischen Werft und
ehemaligem LGA-Gelände
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Mögliche Abhilfe aus Sicht OBR: Begradigung des
Wegs durch Verlagerung des Radwegs auf das ungenutzte Wiesengelände
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Stellungnahme der Verwaltung: Die Verwaltung
wird mit dem Eigentümer Kontakt aufnehmen, so dass zumindest ein Schnitt der
Gehölze erfolgt. Darüber hinaus wurde das Interesse an einem Grundstücksaustausch
bereits bekundet.
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Thema: Haltering im Boden an der Anlegestelle
der Fähre Rolandseck in unmittelbarer Nähe des Fahrradwegs
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Mögliche Abhilfe aus Sicht OBR: Versetzen des
Rings
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Stellungnahme der Verwaltung: Benötigt wird der
Ring zur Verankerung der Anfahrrampe im Hochwasserfall und kann daher kaum
verändert werden. Geprüft wird, ob der Ring durch einen Deckel abgedeckt oder
seine Lage durch Sperrpfosten gekennzeichnet werden kann.
Der Vorsitzende bedankt sich sodann bei Robert Zimmermann und den Ortsbeiratsmitgliedern für die konstruktive Diskussion und schließt um 21:08 Uhr die Sitzung
