Sitzung: 22.09.2025 Stadtrat
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Abstimmung: Ja: 15, Nein: 8, Enthaltung: 2, Sonderinteressen: 0
Vorlage: 0246/2025/1
Beschluss:
Der Stadtrat nimmt das
neue Vorhaben zustimmend zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung mit der
Durchführung der Beteiligungsverfahren.
Der Beigeordnete
Volker Thehos verlässt wegen Sonderinteresse den Sitzungstisch und nimmt an der
Beratung und Beschlussfassung nicht teil.
Sachverhalt:
Der Stadtrat wurde in
seiner letzten nichtöffentlichen Sitzung am 03.07.2025 über die neueste
Entwicklung auf dem Gelände rund um die Brückentürme informiert. Das dabei
präsentierte Konzept für die derzeitige Brachfläche wurde anschließend im
Rahmen eines Sachvortrages in öffentlicher Sitzung des Bau-, Verkehrs- und
Umweltausschusses am 19.08.2025 vorgestellt und erörtert.
Der
Unternehmenssprecher des Projektträgers und der Vertreter des beauftragten
Planungsbüros stellten das Bauvorhaben vor.
Eine deutliche
Mehrheit des Ausschusses begrüßte die Planung, machte aber deutlich, dass es im
Detail noch Diskussionsbedarf gebe. Insbesondere mit der Tatsache, dass in der
aktuellen Planung das Hotelgebäude die Brückentürme in der Höhe überragen werde,
zeigten sich einige Ausschussmitglieder nicht einverstanden.
Nach ausführlicher
Diskussion empfahl der Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss dem Stadtrat
mehrheitlich, das neue Vorhaben zustimmend zur Kenntnis zu nehmen und die
Verwaltung mit der Durchführung des Änderungsverfahrens zu beauftragen.
Vor Eintritt in die
Diskussion macht der Vorsitzende deutlich, dass der Stadtrat heute keine
Entscheidung über den architektonischen Entwurf der Planung fassen werde. Es
gehe heute ausschließlich um die Einleitung des Beteiligungsverfahrens. Auf die
Planinhalte und die Ausführung der Bebauung könne die Politik jederzeit
Einfluss nehmen.
Bettina Fellmer führt
aus, dass zum jetzigen Zeitpunkt der Hotelbetreiber fehle. Daher stelle sich
die Frage, wie man sicherstellen könne, dass die Planung umgesetzt werde. Sie
regt an, dies im Kaufvertrag zu regeln. Zudem müsse der Wert der Grundstücke
neu festgesetzt werden. Dieser liege, nach vier Jahren, vermutlich höher als
der ursprünglich ermittelte. Antonio Lopez, ebenfalls von der Fraktion Bündnis
90/Die Grünen zweifelt zudem die Gültigkeit der Absichtserklärung aus dem Jahr
2021 an. Eine solche Absichtserklärung sei dazu gedacht, Planungssicherheit für
einige Monate, nicht aber für einige Jahre zu sichern. Außerdem sei einer der
damaligen Investoren ausgestiegen.
Thomas Nuhn,
FBL-Fraktion, betont, dass man als Stadt Remagen ein verlässlicher Partner sein
müsse. Sollte sich herausstellen, dass dieses Vertrauen nicht belohnt würde,
könne man im laufenden Verfahren jederzeit aussteigen.
Bürgermeister Björn
Ingendahl führt aus, dass die Verbindlichkeit der Absichtserklärung juristisch
geprüft und bestätigt wurde. Die Tatsache, dass ein Partner des Investors die
Gesellschaft verlassen habe, führe nicht zur Aufhebung der Erklärung, da die
Absichtserklärung mit einer Gesellschaft (juristischen Person) und nicht mit
natürlichen Personen getroffen wurde.
Rolf Plewa,
SPD-Fraktion, hegt ebenfalls Zweifel an der Verbindlichkeit der
Absichtserklärung zwischen der Stadt Remagen, dem Friedensmuseum Brücke von
Remagen e.V. und der Kreissparkasse Ahrweiler auf der einen und der M&W
Immobilien GmbH auf der anderen Seite und beantragt, diese für nichtig zu
erklären.
Bürgermeister Björn
Ingendahl stellt diesen Antrag zur Abstimmung. Der Antrag wird bei acht
Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen mit 15 Gegenstimmen mehrheitlich abgelehnt.
Nachfolgend ergeht
folgender
