Betreff
Rhein in Flammen in Bonn und am Siebengebirge 2023 – Defizitausgleich durch die teilnehmenden Kommunen
Vorlage
0698/2022
Art
Beschlussvorlage
Untergeordnete Vorlage(n)

Beschlussvorschlag:

offen

Sachverhalt:

Rhein in Flammen am Siebengebirge zwischen Linz und Bonn ist seit über 30 Jahren Anfang Mai die erste von insgesamt fünf Rhein-in-Flammen-Veranstaltungen am Mittelrhein. Sie beinhaltet einen Schiffskonvoi, Landveranstaltungen, Illuminierung der Rheinufer, Kommunenfeuerwerke sowie das Abschlussfeuerwerk in Bonn. Veranstalter ist die Tourismus & Congress GmbH Region Bonn / Rhein-Sieg / Ahrweiler (T&C).

In den letzten drei Jahren wurde Rhein in Flammen von der T&C pandemiebedingt abgesagt.

Aufgrund stark rückläufiger Buchungszahlen beim Schiffskonvoi, der maßgeblich zur Finanzierung der Gesamtveranstaltung (Feuerwerke, Ufer-Illuminierung, Licht-Installation der Brücke von Remagen, wasserseitige Absicherung, Genehmigungen, Bewachung und Sicherheit) beiträgt, ist nach aktueller Planung der T&C von einer Finanzierungslücke von rund 100.000 Euro auszugehen. Von dieser Finanzierungslücke sollen nach Vorschlag der T&C (siehe Schreiben in der Anlage) von der Stadt Bonn 40.000 Euro und von Linz, Remagen, Bad Honnef und Königswinter jeweils 15.000 Euro durch einen Zuschuss gedeckt werden.

Da für Rhein in Flammen 2023 bereits in diesem Herbst die Planung und Organisation starten müsste, fragt die T&C die beteiligten Kommunen aktuell wegen des o.a. Zuschusses an. Sollten nicht alle Kommunen zur Zahlung bereit sein, würde sich der Veranstaltungsbereich entsprechend verkürzen bzw. nur noch auf die große Abschlussveranstaltung in Bonn reduzieren. Eine Nicht-Beteiligung einer Kommune inmitten der Strecke wäre nicht umzusetzen, da dies bedeuten würde, dass Teilstrecken dunkel blieben.

Die Veranstalterkooperation Rhein in Flammen (Bonn/Siebengebirge, Koblenz, Bingen/Rüdesheim, St. Goar/St. Goarshausen sowie Oberwesel) hat zwar einen Markenprozess angestoßen, um die Veranstaltung mehr in Hinblick auf Qualität und Nachhaltigkeit weiterzuentwickeln. Dieser Prozess soll jedoch erst mittelfristig bis zum Jahr 2028 abgeschlossen werden.

Die Stadt Remagen hat netto (unter Anrechnung aller Einnahmen (Standgelder, Zuschuss T&C, Sponsoring) für die Veranstaltung auf der Rheinpromenade zu Rhein in Flammen (Bühnenprogramm, Werbung, Logistik, Sicherheits-/ Betreuungspersonal) in den Jahren 2016 und 2017 etwa 7.500 Euro, in 2018 etwa 14.000 Euro und in 2019 über 16.000 Euro bezahlt.